Freitag, 13. Dezember 2019

Enterprise, Brabant Island, Cape Renard, Lemaire Channel, Port Lockroy

Seit unserer Biwaktour sind nun schon 5 Tage vergangen. Nein, wir sind
nicht untergegangen..., aber Guvernoren ist es 1914, ein Walfängerschiff,
das nun verrostet in einer Bucht der Enterprise Island liegt und sowohl
ansegelnden antarktischen Küstenseeschwalben Nistplatz bietet wie auch
anderen herangesegelten braungebrannten Banden, die einen Ruhetag
brauchen... Damit auch unserer Podorage.
Wobei Ruhetag... Dass man rund um Enterprise in andere Universen
verschlagen wird, suggeriert ja schon der Name.
Ruhetag am 9. Dezember nur für die Beine - die Arme durften uns rund um
die Insel paddeln, die Nase die stinkenden Pinguine erschnuppern, die
Augen Walrippen und -wirbel auf dem Grund eines glasklaren Buchtbecken
entdecken, die Ohren Wasserplätschern von schmelzenden Eiszapfen an
Eisklippen erlauschen, ... Dazu Gebirgsbachrauschen vom Tidengang zwischen
den Steinen, das Geheimnis einer Kiste an Deck eines halbverschneiten
holzigen, alten Walfängerbootes oder auf Augenhöhe zu einer Weddelrobbe
... Vorher und nachher und dazwischen immer wieder Gaumenfreuden an Bord,
das versteht sich mittlerweilen schon fast von selbst und kann doch nie
genug erfreuen und geschätzt werden!
Nach der zweiten Nacht am Wrack angelegt, ging es am nächsten Morgen früh
los, damit wir unserer Skitoureninsel, zu der wir Brabant Island erklärt
haben, am 10. und 11. Dezember von einer neuen Seite entdecken könnten.
Hier bestachen nicht mehr Distanzen, Weiten und Rücken, sondern
zerklüftete Gletscher, Spalteneinblicke, tiefverschneite und eingeeiste
Steilflanken, weisse Pyramiden und bekappte Felsgratspitzen.
Eine weisse Winter-Märchenwelt über einem Sternenhimmel anderer Art – das
Südpolarmeer von oben, tiefblau mit seinen versprengten Eisbrocken und
–bergen – hierhinein galt es einfach einzutauchen.
Die einen bis zum Hals, die anderen zum Glück nur mit der Kappe...
Denn diese Tage war der einzige Beweis, dass wir nicht wirklich abgehoben
hatten, die Schwerkraft, die weiter auf uns wirkte. Sowohl auf
Harscheisen, Sonnenbrillen wie eben auch auf (fotografierende) Menschen.
Aber das Glück war uns so hold, dass nichts und niemand in Spalten oder im
Meer verloren ging, sondern ihnen Wirklichkeit gewordene Träume erstiegen.
Nahtlos ging es aus den engen und weiten Bögen der zweiten Skitour in den
Zickzackkurs durch die Eisberge soweit wie möglich nach Süden.
Die Crew wollte in einer langen durchschifften Nacht bis zum Lemaire
Channel gelangen, also wollten wir auch... Und so haben wir erlebt, was
schon in Aneinanderreihung den Atem raubt, wie im realen Erleben... Auf
diese Erzählungen darf jeder gespannt bleiben. Hier also nur die
Auflistung:
Apéro an Deck an der Sonne mit Aussicht auf Felspfeiler, das
peninsularische Hochplateau, das sich zum ersten Mal von seinen Wolken
befreit hatte und dem Blick zurück auf unsere Skitourenberge;
Buckelwale in Sicht – einer und zwei... Blas, Rückenfinne, Abtauchblase
auf dem Wasser, Schwanzflosse... wieder und wieder... bis der eine Wal mit
seiner Schwanzflosse aufs Wasser zu schlagen begann - was für ein
eindrückliches Verhalten - dann und wann auch eine Seitenflosse oder ein
Maul...;
Zum Aufwärmen Nachtessen unter Deck bis unsere Podorange Kreise zu fahren
beginnt – ein Seeleopard auf einer Eisscholle lockt uns und will uns mit
seinen Tauchgängen in und um sein hellblauschimmerndes Pool wohl auch
hineinlocken, so aufmerksam und herausfordernd schaut er uns auf jeden
Fall an;
Jetzt geht der Vollmond genau über unserer Skitourenpyramide auf, aber
nicht, dass die Sonne schon untergegangen wäre, schliesslich hat sie noch
die Aufgabe die nun am Horizont auftauchende Orka-Sippe in malerisches
Licht zu tauchen;
Wieder kreise fahren, umzingelt von springenden Orkas – Jungen und Alten,
mit grosser und kleiner Finne, in grösseren  Gruppen und alleine, gegen
die Abendsonne, vor dem Vollmond, im Abendlicht, zum Greifen nah, am
Horizont...
Und plötzlich taucht im Getümmel noch einmal ein Buckelwal auf und zeigt
uns auf dem Schiff seine von Muscheln und Buckeln bewachsene Haut aus
nächster Nähe. Wo ist da oben und unten? Was für ein gigantisches Tier...;
Sonnenuntergang – es ist ja schliesslich auch schon fast Mitternacht;
Ewige Abenddämmerung – schön, schöner, am schönsten – Parry leuchtet uns
noch lange nach;
Nahtloser Übergang in die Morgendämmerung – letzte rosa Wolken wandeln
sich in rosa Gipfelspitzen bis wieder die ganzen Berge leuchten;

Bald schon taucht Cape Renard am Eingang des Lemaire Channels auf – leider
aber auch fast undurchfahrbares Eis.
Es bleibt so spannend und bezaubernd, dass auch jetzt keine Zeit zum
Schlafen bleibt.
Die Crew navigiert voller Ruhe durch das dichter werdende Eis. Wir sind
dafür in einem nicht endenden Freudentaummel, dann geht es nicht mehr
weiter... ausser das Kreuzfahrtschiff hinter uns schlägt uns vielleicht
einen Weg durch die enge Meerstrasse, die wir mit ihren steilen Felshängen
schon erkennen können. Bis sie da sind, gibt es Frühstück auf Deck -
frischgebackenen Zopf und die Früchtebrötchen -auch das lässt sich bei
Nacht in der Antarktis bewerkstelligen.
Leider entpuppt sich dann auch für den netten Captain Alexander von der
Silver Explorations das Eis zu dicht und das grosse Schiff bleibt vor uns
stehen. So drehen wir eben bei, um auf der Rückseite der „sept
soeurs“-Bergkette Port Lockroy, die südlichste Poststation zu erreichen.
Endlich minimer Spannungsabfall, die Gelegenheit zu etwas Schlaf zu kommen
- unter oder auf Deck, im Dinghi oder an den Mast gelehnt, sitzend oder
liegend,  ... sicher nicht zu lange, schliesslich bleibt das Wetter so
herrlich wie die Aussicht! Was für eine Nacht!

In Port Lockroy ist die Bucht noch halb zugefroren. Jetzt spielt die
Podorange für einmal doch ein bisschen Eisbrecher und ankert dann
eingefressen in einer tragenden, aber matschigen Eisschicht, denn hier ist
der Sommer definitiv ausgebrochen. Handschuhe und Kappe sind abgelegt, für
die Skitour am Nachmittag reicht das T-Shirt und in den langen Unterhosen
wird geschwitzt, der Sulz und den steilen Blick von unserem
Kletter-Steigeisen-Grätchen hinunter auf unser so herrlich daliegendes
Schiff dafür umso mehr genossen.
Um halb 9 kommen wir zurück. Kein Grund den Apéro auf Deck auszulassen.
Nachtessen dann unter Deck, aber einmal mehr auf Deck herrlich
zubereitetes Fleisch.
Einzig die Vernunft bringt uns um Mitternacht endlich einmal wieder in die
Federn.
Am heutigen Tag, dem 12. Dezember, gilt es eben pünktlich zu sein. Termin
um 9 Uhr im Museum und der Poststation von Port Lockroy. Nichts mit
unserem schon fast in Fleisch übergegangenes Motto „jetzt mömer denn
langsam afange pressiere“, sondern in britischer Korrektheit ist uns genau
eine Stunde auf der Insel gewährt. Wir werden freundlich empfangen und
eingeführt, passieren den Pinguin-Highway und tauchen im Museum in die
Zeit um 1950 ein. Und gegen Ende der Stunde zum ersten Mal seit langem
auch wieder richtig in die Gegenwart der Zivilisation, worauf uns der
„Termin“ etwas vorbereitet hatte. Souveniers und vor allem Postkarten,
dazu braucht es ein Portemonaie... und später für die Adressen das Handy.
Fast vergessene Utensilien der nördlicheren Gefilde...
Aber sie sind schnell wieder vergessen auf den Anhöhen über den Kanälen,
wo uns heute die Welt bedeckt, aber nicht minder verführerisch empfängt
und uns unsere Umgebung und südliche Welt voller Glück und Dankbarkeit
überblicken lässt.

















Montag, 9. Dezember 2019

From seal to summit

Tag 1: 05. Dezember 2019

Morgens herrschte schon ein bisschen Aufregung auf der Podorange. Wir
lagen schon nicht mehr vor Anker und Brice steuerte die Insel Brabant an.
Allgemeines Nuschen in all den Sachen; eine Art Mensch und Material Tetris
zwischen den Gängen und Kojen. „ soll ich dies und jenes doch noch
mitnehmen? Wie kalt wird es werden?“. L’ explorateur Ueli kontrolliert ob
all die Zelte, Stangen und Heringe auch wirklich dabei sind.
Denn es heisst Biwak in der Antarkis für 3 Tage.
Nun werden wir mit dem Dinghi und all dem Mattos übersetzt. Wir winken
zurück: „ A la prochaine“ und hoffen, dass wir auf der Insel Brabant
wieder abgeholt werden; fast wie die Mannen von Shakelton’s Expedition auf
Elefant Island vor über 100 Jahren. Doch diese wussten wirklich nicht, ob
sie jemals wieder abgeholt werden. Wie die Geschichte schreibt, wurden sie
nach 128 Tagen gerettet. Bei uns sind es nur lächerliche Tage. Also alles
easy peacy.
Bald ist Goretex und Colltex im richtigen Sack und der Aufstieg geht los.
Grosse Konzentration ist gefragt um nicht etwa die Seerobbe anstatt den
Schleifsack hinten anzuhängen, denn seine grauschwarze Farbe, seine Form
und seine Dynamik ähnelt dem Ortlieb Schleifsack sehr.
Nun gut, wir steigen bei besten Wetterbedingungen bis auf ein
weitgezogenes Hochplateaux auf. Der „Campingplatz“ bietet perfekte Sicht
auf die antarktische Halbinsel und hunderten von Eisbergen. Die grosse
Bauphase beginnt mit Zelt, Küche, Toilette für Damen und Herren, Reduit
und Feierabendbänkli. Zum Znacht gibt’s für jeden eine Bouillon, wahlweise
Kichererbsen, Reis, Kebab, Mousse aux Chocolat oder Zitronencreme. Der
Maitre de cuisine zaubert dies locker aus der Küche, respektive aus dem
Beutel.
So langsam wird es zapfig und wir freuen uns auf den warmen Schlafsack.
Gut Nacht, auch ohne Nacht.

Tag 2: 06. Dezember 2019; Samichlausentag
Wunderbares Aufstehen nach einer Nacht im warmen Schlafsack. Der Porridge
ist schon gemacht und auf dem Teebeutel des Yogi Tees steht „Pflücke den
Tag“. Hier gibt’s zwar nichts zu pflücken, doch wir nehmen’s gelassen,
denn unser heutiges Tagesziel, der Gipfel des Mount Parry, ist ja schon
gut sichtbar. Wird wohl keine grosse Sache, diesen flachen Hoger. Also
gehen wir, und gehen, und gehen, und gehen.  Nach Stunden haben wir schon
100 Höhenmeter gemacht. Endlich steigt es an und der Blick zurück lässt
unser Camp verschwinden, nicht weil die Sicht verdeckt wäre sondern weil
die Distanz so gross wird. Und wir gehen und gehen und es wird 16.00; wir
werweisen wie hoch dieser Mount Parry wirklich ist. Ja, 8274 hoch ist er.
Wir haben also einen 8000er gemacht, jedoch in Fuss und nicht in Meter.
Was für ein überraschender, wunderbarer Gipfelblick in die steil nach
Westen abfallenden Flanken. Hier ist seriöses Gebiet! Frierend machen wir
uns Bereit und geniessen die Abfahrt in den enorm weiten Hängen bei besten
Schneeverhältnissen. Wieder ist die Sonne schon tief als wir unser Camp
erreichen, wieder gibt es Bouillon und Pasta und wir fallen nach dieser 10
Stundentour müde und zufrieden todmüde um. Schön kuschelig im Schlafsack
mit den feuchten Innenschuhen sagen wir dem gepflückten Samichlausentag
tschüss.

Tag 3: 07. Dezember 2019
Die Rituale schleifen sich ein, man weiss besser was man braucht, wo was
ist und schon sind wir wieder in der Seilschaft im Aufstieg. Der gestrige
Tag spürt man noch gut in den Knochen, doch nach der ersten halben Stunde
sind unsere Motoren warmgelaufen und wir steuern locker den „no Name Peak“
an. Reto führt uns souverän neben den Spalten durch. Ein Skidepot kurz vor
dem Gipfel und schon sind wir oben. Erneut gewaltige Aussicht bei bester
Sicht.
Wieder unten, gilt es unser schönes Camp wieder aufzulösen. Unsere
Schleifsäcke sind in der Abfahrt plötzlich viel dynamischer und überholen
uns gar. Wer hätte das gedacht?
Glücklicherweise holt uns die Podorange auch wie versprochen und nicht
erst in 128 Tagen ab; was für ein schönes zurückkommen aufs Schiff bei
einem kühlen Bier und hervorragender Fischsuppe, ein abrupter Wechsel der
Welten. Die Grillade und der Rotwein geben dem Tag den letzten Gong. Und
Tschüss.


Leider können die Antarktis-Reisenden frühestens von Ushuaia aus Bilder uploaden. 
Um dennoch einen Eindruck von den beschriebenen Erlebnissen zu bekommen, 
schalte ich Bilder auf, die während der Antarktis-Reise vor 2 Jahren aufgenommen wurden 
(auch mit dem Bergführer Ueli, dem Skipper Brice und dem Segelboot "Podorange").

Liebe Grüsse, Isabelle
(Blogbetreuerin und Mitreisende vor 2 Jahren)





Donnerstag, 5. Dezember 2019

Nah an der Wasseroberfläche

Mittlerweilen sind wir in der ganz richtigen Antarktis angekommen, das
heisst beim Festland. Wieso noch nicht auf dem Festland ... dazu später.
Nach einem langen Fahrttag gestern, der uns nochmals die ganze
Drakepassage mit höherem Wellengang, viel und wenig Wind... in Erinnerung
rief, aber uns aussichtsmässig am näheren oder ferneren Horizont grosses
Insel-, Berg- und Wolkenkino mit Eisbergen im Vordergrund bot, sind wir an
der Forschungsstation Primavera vorbei in der Bucht hinter der Isla
Privera in verzauberter Winterwelt gelandet. In einer Märchenlandschaft
aus Eis!
Von hier aus planten wir eine Skitour vorbei an der zerklüfteten
Spaltenzone des Gletschers, der unserer Podorange einen pittoresken Hafen
bietet. Nur... die hartnäckige Wolkenschicht, die schon gestern meistens
die Gipfel verhüllte, hielt sich auch heute hartnäckig, hatte uns gar nach
dem exzellenten Linsen-Saucissan-Eintopf-Nachtessen auf Deck über Nacht
Schnee beschert.
Was gibt es da zu tun?
Unsere Crew und Bergführer entwickelten kurzerhand den Plan sich unter der
Wolkendecke zu bewegen. In zwei Zweierkanus in feinstem Schneetreiben auf
spiegelglatter oder fein gekrauster Oberfläche erkundeten wir unsere
Bucht.
Plötzlich baden Eselpinguine auf Augenhöhe um einem herum; präsentiert
sich ein antarktischer Kormoran auf einem flachen Eisberg vor der gegen
50m hohen blauschimmernden Gletscherklippe; trägt ein Eselpinguin in der
Kolonie auf Isla Privera noch Steine für sein Nest zusammen, während die
meisten anderen schon brüten oder zumindest am Ufer zusammenstehen und
gemeinsam den richtigen Zeitpunkt für den Sprung ins Wasser diskutieren;
liegt eine Robbe einsam und faul gut getarnt auf dem Fels, während ein
Seeelefant in seinem persönlichen Büchtchen halb im Wasser vor sich her
träumt und sich nur sehr beschränkt über die roten Paddler wundert, ihnen
aber nicht geringen Eindruck macht.
In absoluter Ruhe durchruderten wir diese märchenhafte Landschaft aus
Eisbergen, die Brice am Vortag mit grösstem Geschick mit unserer Podorange
durchzickzackte. Nun hatten wir die Gelegenheit die tieftürkisen,
eisbergnahen Wasser selber zu durchpaddeln, die Strukturen der Eisberge,
die zuweilen wie gebrochener Marmor, dann wieder wie rundgeschliffene
Skulpturen oder feistgeformte Glaskunstwerke anmuten von Nahem und unten
zu bestaunen und ganz generell aus dem Staunen nicht mehr herauszukommen.
Aber nicht genug. Beim Wechseln der Kanugruppen, genau dann, als alle auf
dem Boot waren, kam als „Pausenunterhaltung“ ein Zwergwal heran und
umschwamm neugierig unser Schiff. Immer wieder tauchte er in unmittelbarer
Nähe auf, bliess aus, zeigt seine Rückenfinne und tauchte wieder unter;
zuweilen so nahe am Schiff, dass wir ihn unter Wasser erkennen konnten, in
seiner ganzen Grösse, in seiner ganzen Schönheit...!
So sind wir den eben immer noch nicht auf dem Festland gelandet... Wie das
noch werden wird, wenn schon bis jetzt jeder Tag weder vorstell- noch
beschreibbar besonders war?
On vera. Auf jeden Fall ist der Blick aus der Lucke jeden Morgen um
manches überraschender als die Törchen unserer Schiffsadventskalender,
obwohl auch diese im gemütlichen Schiffsküchenbauch nebst dem köstlichen
Geköch erfreuen!

Base Primavera (Wikipedia)

Antarktis Reise 2017


Antarktis Reise 2017
Antarktis Reise 2017

Antarktis Reise 2017
Antarktis Reise 2017

Montag, 2. Dezember 2019

Deception Island - Sci e pinguini

01.12.2019

Un'ottima colazione inaugura la giornata e Reto si cimenta nella
preparazione del porridge che dovrebbe diventare l'alimento principale
durante i bivacchi. Per ora il gruppo si divide chiaramente in due fronti:
da una parte coloro che apprezzano la pietanza a base di fiocchi d'avena,
mentre gli altri per ora lo avversano, rinviando il provino al momento in
cui sarà indispensabile.
Subito dopo l'equipaggio inizia il montaggio dello "Zodiac",
indispensabile gommone per sbarcare in spiaggia. Preparato
l'equipaggiamento, i sacchi, gli sci e le pelli, lo Zodiac fa un primo
viaggio di materiale e 2 persone. Seguono a ruota gli altri con un secondo
giro.
Eccoci in spiaggia con tutto il materiale. Che si fa adesso? Dobbiamo
togliere il materiale di navigazione composto dagli stivali, dalle tute
cerate e dai giubbotti di salvataggio per calzare finalmente gli scarponi
da sci. Intanto che si mettono le pelli e si preparano gli sci, si osserva
la neve che ci attende: in tutta evidenza è neve primaverile tarda, un bel
sulz a grani grossi. I pendii però non sono bianchi: grandi striature nere
danno una nota di rilievo.
Si parte. Con passo leggero, per la maggior parte di noi si tratta della
prima gita stagionale, iniziamo la salita seguendo una valletta che presto
si trasforma in un pendio che richiede alcune conversioni. Velocemente
superiamo i 350 m di dislivello per raggiungere la vetta occidentale
dell'isola Dépetion. L'obiettivo giornaliero è la colonia di pinguini che
nidifica su alcune colline sopra la costa del mare aperto.
Purtroppo la discesa è corta: poche curve ci separano dai pinguini. Ciò
non toglie che ogni singola curva viene gustata come si deve: un aperitivo
stagionale.
Ad una fermata si ode un rumore strano. Ad un ascolto più accurato si
sentono dei suoni organizzati. È un cinguettio? È un canto? Sono i
pinguini!
Ci avviciniamo con circospezione: centinaia, migliaia di pinguini che
nidificano su colline di roccia vulcanica nera, interrotta da alcune
macchie di alghe verdi.
Sembrano raggruppati in quartieri, grandi e piccoli, come se fosse una
colonia organizzata. Il vocio dei pinguini è molto variato: a tratti si
sentono vivaci discussioni fra alcuni di loro. Chissà così si dicono?
Importante è il tono: a tratti sembra di sentire impegnate discussioni che
di tanto in tanto degenerano in litigi. Altre volte si sentono bonarie
chiacchiere che terminano nel silenzio concentrato della covata delle
uova.
Dopo la lunga pausa di osservazione dei pinguini, documentata da
numerosissime fotografie, é ora di risalire sulla cresta e ridiscendere
verso la spiaggia dove ci verrà a riprendere lo Zodiac.
Anche da questa parte tutti disegnano le loro tracce nella neve nera che
appaiono bianche dopo il passaggio: un'altra particolarità dello sci in
una zona vulcanica.
Durante l'attesa dello Zodiac, abbiamo avuto modo di scoprire la base
scientifica spagnola, per ora non presidiata, ma lo sarà forse più tardi,
durante la stagione estiva.
Una volta a bordo veniamo accolti da un ottimo spuntino. La doccia
interrompe il cerimoniale serale che culmina con l'aperitivo
abbondantemente innaffiato e la successiva cena a base di pesce.


Google-Übersetzung (etwas überarbeitet):

Ein exzellentes Frühstück eröffnet den Tag und Reto engagiert sich in der Zubereitung von Brei, der während den Biwaks zum Hauptnahrungsmittel werden soll. Vorerst ist die Gruppe klar in zwei Lager gespalten:
Einerseits diejenigen, die das Gericht auf Haferbasis zu schätzen wissen, während die anderen den Brei vorerst verschmähen und das Ausprobieren aufschieben, bis es unvermeidbar
wird.
Unmittelbar nachdem die Besatzung mit dem Zusammenbau des "Zodiac" begonnen hatte, unverzichtbares Beiboot, um am Strand zu landen, haben wir die Ausrüstung, die Taschen, die Skier und die Felle für die Überfahrt an Land
vorbereitet. Sogleich machte das Zodiac eine erste Fahrt mit dem ganzen Material und 2 Personen, gleich danach holte es noch die anderen.
Hier sind wir also mit allem Material am Strand. Was machst du jetzt? Wir müssen uns aus den Stiefeln und dem Overall, den Wachsjacken und Schwimmwesten pellen, um endlich die Skischuhe anziehen zu können. Danach ziehen wir die Felle auf und bereiten die Skier vor. Der Schnee, der uns erwartet ist offenbar Spätfrühlingsschnee, ein schöner grobkörniger Sulz. Die Pisten sind jedoch nicht weiß: große schwarze Streifen geben ihm eine Note der Erleichterung.
Lass uns gehen. Mit leichtem Schritt, es für die meisten von uns die erste Skitour der Saison, beginnen wir den Aufstieg. Nach einem Tal finden wir uns bald in einem Hang
, der einige Spitzkehren erfordert. Schnell überwinden wir den Höhenunterschied von 350 m, um den Westgipfel der Deception Insel zu erreichen. Das Tagesziel ist die Pinguinkolonie, die auf einigen Hügeln über der Küste des offenen Meeres nistet
Leider ist die Abfahrt kurz: Nur ein paar Kurven trennen uns von den Pinguinen. Diese Tatsache hilft uns dabei, dass jede Kurve so genossen wird, wie sie sein sollte: ein Skiotouren-Aperitif, saisonal gesehen.
An einer Haltestelle ist ein merkwürdiges Geräusch zu hören. Beim genaueren Hinhören hört man organisierte Geräusche. Ist es ein Gezwitscher? Ist es ein Lied? Es sind Pinguine!
Wir nähern uns mit Umsicht: Hunderte, nein, tausende von Pinguinen nisten auf Hügeln aus schwarzem Vulkangestein, die von einigen grünen Algenflecken
unterbrochen werden.
Sie scheinen in große und kleine Stadtviertel unterteilt zu sein, als ob es eine organisierte Kolonie
wäre. Das Geschnatter der Pinguine ist sehr unterschiedlich: zuweilen hört man lebhafte Diskussionen unter einigen von ihnen. Wer weiß, was sie sagen? Der Ton ist wichtig: Manchmal scheint es, als ob engagierte Diskussionen zu hören sind, von Zeit zu Zeit degenerieren sie zu Streitereien. Dann wieder führen sie gutmütig ein Geschwätz, das in der konzentrierten Stille der Brut der Eier verebbt.
Nach der langen Pinguinbeobachtungspause, dokumentiert von zahlreichen Fotos, ist es Zeit, wieder aufzubrechen und  uns zum Strand zu begeben, wo das Zodiac uns abholt.
Auch auf dieser Seite
des Westgipfels erscheinen alle Spuren im schwarzen Schnee nach dem Überholen weiß: eine weitere Besonderheit des Skifahrens in einem vulkanischen Gebiet.
Während wir auf das Zodiac warten,
entdecken wir die spanische Forschungsstation, vorerst unbemannt, aber später, während der Sommersaison, könnte diese Insel bewohnt sein. Zurück an Bord werden wir erst mal mit einem tollen Snack begrüßt. Die Dusche unterbricht die abendliche Zeremonie, die mit einem Aperitif beginnt und im anschließenden Fischgericht gipfelt.



Antarktis Reise 2017
















Mehr Infos zur Deception Island unter diesem Link: Wikipedia


Datei:Deception Island Map.svg